Weiderinder für die direktvermarktung

Seit einigen Jahren vermarkten wir unsere Weiderinder an Freunde und Bekannte. Diesen Betriebszweig wollen wir nun weiter ausbauen. Daher können ab Sommer 2021 zu bestimmten Terminen Fleischpakete bei uns am Hof erstanden werden. Wir bitten um Vorbestellungen, da uns wichtig ist das gesamte Tier zu verkaufen. Ein Rind ist ein Lebewesen, daher sollte es erst dann geschlachtet werden, wenn es genügend Abnehmer gibt. Die jeweiligen Verkaufstermine findet Ihr unter der Rubrik "Vorbestellung Rindfleisch".

Die Tiere, aktuell hauptsächlich Nachzucht aus unserer 30 Kühe starken Milchviehherde, stehen ab Anfang April ganzjährig auf unseren Weiden in Langstadt und im benachbarten Schlierbach. Dort leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Wir beweiden Streuobstwiesen, extensives Grünland und Naturschutzflächen, also alles, was sonst nicht genutzt werden könnte. Alle Rinder sind auf unserem Betrieb geboren und verbringen hier ihr ganzes Leben. Die Verbundenheit der Tiere zu uns als Familie macht sich täglich im Umgang mit ihnen bemerkbar.

Ackerbau und fruchtfolge als kreislauf

Auf unserem Betrieb produzieren wir vor allem Getreide, Raps, Zuckerrüben, Eiweißpflanzen (Erbsen und Soja) und Mais. Um mögliche Belastungen des Grundwasserkörpers zu verhindern, bauen wir außerdem über die gesetzlichen Vorgaben hinaus konsequent Zwischenfrüchte an (nach der Ernte im Sommer sollen so Nährstoffe über den Winter hinweg ins Frühjahr gerettet werden).

Zur Bekämpfung von Unkraut, Krankheiten und Schädlingen setzen wir auf das Prinzip des Integrierten Pflanzenschutzes. Dieser erfordert eine ausgewogene Fruchtfolge, den Einsatz gesunder Sorten und Pflanzenschutzmittel nur dann, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Eine Reduzierung der chemischen Anwendungen ist das Ziel der modernen Landwirtschaft und unseres Betriebes. Erste Gehversuche mit regenerativen Anbausystemen (Mischkulturen, Untersaaten etc.) tätigen wir bereits, hier ist noch viel Ausprobieren und Versuchsarbeit angesagt. All das trägt zu einer nachweislich höheren Bodenfruchtbarkeit bei. 

Den Einsatz von Klärschlamm und Kompost mit Plastikanteilen als Dünger lehnen wir strikt ab.

Den Anbauversuch von Knoblauch haben wir im Jahr 2021 stark eingeschränkt und haben lediglich einen Teil unseres Gartens mit Knoblauch bestellt. Dieser ist ab August wieder am Automaten der Familie Funk in Langstadt zu erwerben.

Milchviehhaltung

Außerdem befinden sich rund 30 Milchkühe und deren Nachzucht auf unserem Hof. Das Jungvieh ab einem Jahr grast im Frühjahr, Sommer und Herbst auf unseren Weiden. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege und die Tiere können in naturnaher Umgebung heranwachsen.

Durch den Anbau von Körnererbsen und eigenen Sojabohnen können wir einen Großteil des Eiweißfutters selbst erzeugen. Somit sind wir nicht auf importiertes Soja angewiesen.